Zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“


Erläuterungen vom KOLUMBA Kunstmuseum des Erzbisums Köln:

 

„Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Gesetz, das es den Städten erlaubt, auch Juden in den Rat zu berufen. Dieses an die Kölner Kurie adressierte Schreiben, das uns in seiner ältesten erhaltenen Abschrift als Leihgabe der Biblioteca Vaticana zugesagt wurde, ist die früheste schriftliche Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Somit kann jüdisches Leben in Deutschland auf eine mindestens 1700-jährige Geschichte zurückblicken. Sie wird im Rahmen eines bundesweiten Festjahres mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt. – Geschichte selbst kann man nicht ausstellen. Wohl aber kann man anhand von erhaltenen Dingen Geschichten erzählen. Mit einer Auswahl von etwa 100 internationalen Leihgaben, die zu einem Teil über die Dauer des Jahres wechseln werden, zeigen wir Objekte, die über jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart facettenreich berichten. Mit Kunstwerken der Kolumba-Sammlung werden die angesprochenen Themen um eine existentielle und emotionale Erfahrung bereichert. Denn im Unterschied zu den an ihre Faktizität gebundenen Dingen werden wir mit den Werken der »freien Kunst« jenen Anteil von Geschichte ansprechen, über den man nicht als Faktum berichten kann; mithin das nicht Benennbare, das Geglaubte und nur Träumbare, das vage Aufscheinende und das Unvorstellbare. In einem besonderen Raum wird mit der vollständig erhaltenen Genisa der ehemaligen Synagoge aus Niederzissen, die als dritter Partner im Projekt ist, einer der eindrücklichsten Funde zur jüdischen Kultur in Deutschland ein ganzes Jahr lang in Kolumba präsent sein. – In der ungewohnten Verbindung von historischer und ästhetisch / künstlerischer Annäherung ist die Kooperation ein Experiment. Die Ausstellung geht das Wagnis ein, im Spannungsfeld von Geschichte und Ästhetik die Perspektive auf jüdisches Leben in Deutschland neu zu fokussieren. In Zeiten wachsender Intoleranz und antisemitischer Anfeindungen will die Ausstellung Aspekte des jüdischen Lebens, Geschichte und Kultur vergegenwärtigen. Der Blick in die Weite schafft so Nähe.

– Zur Ausstellung erscheint ein Taschenbuch, das jeder Besucher /  jede Besucherin kostenlos erhält.

 

Parkhäuser: Parkhaus Glockengasse/ Ecke Schwertnergasse• Parkhaus Brückenstraße

Öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahnstationen Appellhofplatz und Dom/Hbf

Linien: 3, 4, 16, 18

 

Teilnahmegebühr pro Person 5 Euro.

Wegen der Exklusivität der Veranstaltung und der begrenzten Teilnehmerzahl müssen wir auf eine verbindlichen Anmeldung bestehen. Diese verbindliche Anmeldung kann nur bis zum 5.11.2021 per Mail an einladungsmanagement@dfk.eu kostenfrei storniert werden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der Teilnehmerbetrag bei Absagen nach diesem Datum oder Nichterscheinen dennoch zu entrichten ist.

Hinweise gem. CoronaSchVO:
Es gelten die jeweils regional gültigen Bestimmungen der CoronaSchVO. Zur Rückverfolgbarkeit der Kontakte ist vor Ort ein entsprechendes Kontaktformular auszufüllen. Bitte richten Sie sich darauf ein, in den Innenräumen bzw. während der Veranstaltung ggf. eine medizinische Mund-Nasen-Maske tragen zu müssen. Zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz der übrigen Teilnehmer benötigen Sie einen aktuellen Corona-Negativtest (nicht älter als 24 Stunden) oder Impf- bzw. Genesenennachweis.


Einwilligung zu Foto- und Filmaufnahmen sowie deren Veröffentlichung

Wir weisen darauf hin, dass während unserer Veranstaltung Fotos und Filmaufnahmen durch von uns beauftragte und autorisierte Personen oder Dienstleister zur Dokumentation unserer Veranstaltungen (Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) gemacht werden. Die Aufnahmen dienen unserer Öffentlichkeitsarbeit sowie der Nutzung, Veröffentlichung und Verbreitung in Druck-, Digital und Online-Medien, wie z.B. Newslettern, Webseiten, Broschüren, Flyern und sozialen Netzwerken. Es wird in diesem Zusammenhang insbesondere darauf hingewiesen, dass Fotos und Videos im Internet von beliebigen Personen abgerufen werden können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass solche Personen die Fotos/Videos weiterverwenden oder an andere Personen weitergeben.

Mit der Anmeldung zur und Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass es dem Veranstalter gestattet ist, auf der Veranstaltung gemachte Fotos, Audio- und/oder Filmbeiträge ohne Einschränkung, auch zu Werbezwecken, genehmigungs- und vergütungsfrei medienübergreifend zu veröffentlichen.

Sie haben das Recht, diese Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Das bedeutet, dass die Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden kann. Ihr Foto/Video wird dann unverzüglich aus dem Internetangebot des DFK entfernt.

Ihren Widerruf richten Sie in diesem Fall unter Nennung der Veranstaltung bitte an einladungsmanagement@dfk.eu.

Diese Veranstaltung wird über die DFK-Kompetenz GmbH als Servicegesellschaft des Verbandes abgewickelt.

Anmeldeschluss ist der 05.11.2021


13.11.2021
10:45
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Treffpunkt an der Kasse des Museums
Kolumbastr. 4
50667 Köln
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