Besichtigung des Windpark Rotes Land in Diemelstadt am Samstag, 11. August 2012 Befahren einer VESTAS V80 2MW Maschine mit einer Nabenhöhe von 100 m

Am Fuße der Windmühle:
Dr. Römer gibt eine Einführung, ein Helfer sorgt für die „Nervenberuhigung“ danach.

Kleine Windkraft-Poesie

Wenn Führungskräfte sich verbinden
in freier Landschaft Kraft zu finden,
und das an einem Samstagmorgen,
ist es kein Grund sich groß zu sorgen.

Die Kraftanlage ist das Ziel.
Dort anzukommen, braucht’s nicht viel.
Hoch ragt die „Mühle“ stolz empor
mit weiten Flügeln wie im Chor.

Rotoren fangen jeden Sturm und Wind,
weil in bewegter Luft die Kräfte sind,
die es zu nutzen und in Strom zu wandeln gilt.
So sagt es auch ein ernstes Schild.

Blick über den Windpark in Richtung Warburger Börde

Dr. Römer, Befahrer und Erkunder:
Verwandlungen sind hier kein Wunder.
Er beschreibt für Ahnungslose
und Versierte die Kraft-Metamorphose.

Hundert Meter geht’s hinauf. Ein junger Mann gibt schlau
viele Daten, Fakten ganz genau,
als wir in langsamen Geschwindigkeiten
im Förderkorb gen Himmel gleiten.

Von Sicherheit ist diese „Himmelfahrt“ getragen.
Schnell beruhigen sich Gefühl und Magen
bei den nicht so geübten, ängstlichen Naturen.
Ingenieure nehmen leichter solche Spuren.

Doch Wichtiges braucht aufgeregte Zeiten,
damit sich Herz und Sinne weiten
für Erfahrung in dem hohen „Haus“.
Am Ende dehnt der Blick sich aus.

Die Vulkankegel des Nordhessischen Berglandes

Gern lassen wir uns auf die Spitze treiben.
Wir wollen nicht in Nabenhöhe bleiben,
von maschinellen Möbeln eng umgeben.
Drei Tritte höher darf man Spitzenmäßiges erleben.

Ein jeder kann hier oben schnell die Zeit vergessen
und ahnen, wie sich Wind und Weite messen.
Zwei Phänomene wirken zweckgebunden richtig.
Wind über Land wird kraftvoll wichtig.
Nah bei erfasster Energie,
beginnt auch Zeit für Poesie.
Nach dem Getriebe will niemand versäumen
durch Kräfte-Flügel bis zum Horizont zu träumen.

Lange will jeder auf der höchsten Kante weilen
und staunend über Berge, Wälder, Felder eilen.
Ein Panoramablick, genau zweimal 180 Grad.
Jedwedes Wort scheint da zu fad.

„Ameisen“ aus der Vogelperspektive:
in der Kraftanlage 100m über Grund

Erläuterungen fallen sehr dezent,
weil auch der Fachmann sanfte Wirkung kennt.
So wachsen zwischen Wirklichkeit und Phantasie,
Natur und Technik Gedanken: die Windkraft-Poesie.

Angela Becker

Bildquellen: © DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK

Blick über den Windpark in Richtung Habichtswald bei Kassel