Kooperationsreihe „Fit für Führung“ mit der FOM Hochschule Berlin fortgesetzt

Gut besuchte Veranstaltung
© Christoph-Lucas Hütter

Zahlreiche Studierende, DFK-Mitglieder und weitere Interessierte folgten am 17. April 2018 der Einladung zum interaktiven Impuls „Ziemlich beste Bosse – intergeneratives Führen als Erfolgsmodell“. Aufgrund der großen Resonanz fand die Veranstaltung im Hörsaal der TU Berlin statt.

Als Referentinnen zum Thema konnte Anna-Kristin David, Psychologin und Dozentin, sowie Rona van der Zander, Beraterin und Start-up-Gründerin von „GrowbeYOUnd“, gewonnen werden.

Beide haben langjährige Auslandserfahrung und berichteten über die tatsächlich unterschiedliche Behandlung von „Jung“ und „Alt“. So sei es selbstverständlich gewesen, dass man Rona van der Zander in Australien und den USA verantwortungsvolle Aufgaben übertragen hat und sie zu wichtigen Meetings mitnahm. Anders verhielt es sich dann in Deutschland. Auch Anna-Kristin David ist erst nach ihrer Rückkehr nach Deutschland bewusst geworden, wie oft in Schubladen – nicht nur bei HR – gedacht wird. Alter und ungerade Karrierewege sind in Deutschland nach wie vor noch Hemmnisse.

Oft zählt noch das althergebrachte Drei-Stufen-Modell: Ausbildung, Arbeit, Rente. Ein sog. „multistage life“ mit Unterbrechungen, Phasen der Anstellung oder Selbstständigkeit, Auszeiten etc. sind immer noch die Ausnahme.

Festgehalten wurde auch, dass es nicht „die Generation“ gibt. Selbst innerhalb einer vermeintlichen Generation gibt es gravierende Unterschiede. Für Führung bedeutet dies, sich nicht auf eine generelle Kategorisierung einzulassen, sondern auf den jeweiligen Menschen.

Die Referentinnen warnten daher vor einer Stereotypisierung und rieten dazu, sich darauf einzulassen und Vorurteile abzubauen. Intergenerative Projektarbeit kann hier helfen, dies zu fördern und aktiv anzugehen.

Spannend war während und nach dem Impuls der sehr interessante Austausch zwischen dem Auditorium und den Referentinnen. Studierende berichteten über die Schwierigkeiten bei der Studienwahl und anschließenden Jobsuche. Viele in den Unternehmen erwarten einen straighten Lebenslauf, andernfalls wird man oft aussortiert. Einige stellten anhand von Beispielen fest, wie gut und effizient ein Austausch zwischen z.?B. Werkstudenten und langjährigen Mitarbeitern erfolgen kann.

Insgesamt eine sehr gute Mischung aus ­Impuls und Anregung sowie einer starken Diskussion und tollem Erfahrungsaustausch.

dn