


Beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen haben DFK-Mitglieder hautnah erlebt, was die KI heute und in Zukunft leisten kann:
- Roboter als Partner des Menschen. Im Robotics Innovation Center entstehen Systeme für Unterwassereinsätze, Weltraumexpeditionen, die Landwirtschaft und die medizinische Rehabilitation. Durchgängiges Prinzip: Der Mensch behält die Kontrolle – die Maschine übernimmt das Gefährliche, Monotone oder Unmögliche.
- Die Maritime Explorationshalle – einzigartig in Europa – zeigt autonome Unterwasserfahrzeuge, die in Bereichen arbeiten, die für Menschen schlicht nicht zugänglich sind. KI erschließt neue Räume.
- Exoskelette und intelligente Assistenzsysteme – Technologien, die sich dem Menschen anpassen. Sie verstärken menschliche Fähigkeiten und schützen Gesundheit – gerade in körperlich anspruchsvollen Berufen.
- Mondmissionen und Weltraumrobotik – Das DFKI entwickelt Rover für die Ressourcengewinnung im All. KI ermöglicht dem Menschen, Grenzen zu überwinden, die er allein nie überschreiten könnte.

Die ausgebuchte Veranstaltung der Region Weser-Ems hat gezeigt: KI ersetzt keine Menschen – sie verändert, wie wir arbeiten. Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet daher nicht „Wer wird ersetzt?“, sondern „Wie gestalten wir den Wandel aktiv mit?“ und „Wo setzen wir KI sinnvollerweise ein?“ Die Forschung am DFKI zeigt eindrucksvoll, dass die besten Ergebnisse dort entstehen, wo menschliche Urteilsfähigkeit und maschinelle Präzision Hand in Hand gehen – Mensch und Maschine als echtes Team. Dafür braucht es neue Kompetenzen: KI-Verständnis, die Fähigkeit, an der Schnittstelle zwischen Mensch und System zu agieren, und ein klares ethisches Urteilsvermögen. Das sind die Schlüsselqualifikationen der nächsten Jahre. Deutschland verfügt dabei über Weltklasse-KI-Forschung – der entscheidende Schritt ist nun der Transfer in die Unternehmenspraxis. Hier können auch Verbände wie der DFK eine wichtige Brückenfunktion übernehmen. Wir danken dem DFKI-Team herzlich für den inspirierenden Einblick in ihre wichtige Forschung.
Sebastian Müller