
© WfB / Jonas Ginter
Bremen ist einer der bedeutendsten Raumfahrtstandorte in Europa. Bei Airbus entstand der europäische Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS. Die Mitglieder des DFK durften hinter die Kulissen schauen.
Bei Airbus Defence and Space in Bremen wird unter anderem das Europäische Service-Modul (ESM) für die Raumkapsel „Orion“ und die „Artemis“-Missionen der US-Raumfahrtorganisation NASA entwickelt. Bremen ist also beim neuen Aufbruch zum Mond ganz vorn dabei und liefert das Modul, das die Astronauten erneut zum Mond bringt. ESM 4 hat Mitte November das Airbus-Werk in Flughafennähe verlassen und ist auf dem Atlantik nach Florida unterwegs. ESM 5 und 6 befinden sich in der Fertigung.
Gerade jetzt ist also eine spannende Zeit für die Raumfahrt und für die Teilnehmer an der Besichtigung des Airbus-Standortes: Die zweite „Artemis“-Mission wird dieses Jahr mit Astronauten an Bord zum Mond fliegen. Der Start vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida) ist für das Frühjahr geplant. Mit der dritten Mission ist die erste Landung auf dem Mond seit Dezember 1972, damals mit der Apollo 17, geplant. Und mit der vierten Mission soll der erste Deutsche den Erdtrabanten betreten.

Auch die Versorgung der ISS in über 400 Kilometern Höhe fordert die Ingenieur:innen heraus: Wie kommen Wasser und Lebensmittel zu den Astronaut:innen? Wie lebt, schläft und forscht es sich bei Schwerelosigkeit? Im Columbus-Modell (dem begehbaren 1:1-Modell des Weltraumlabors Columbus), dessen Vorbild als Teil der Internationalen Raumstation ISS rund 400 Kilometer über der Erde mit 28.000 Stundenkilometern dahinrast, erhielten die Mitglieder Antworten. Sie konnten auch einen Blick in den Simulations- und Diagnoseraum werfen, von dem aus Ingenieur:innen in Kontakt mit der Internationalen Raumstation stehen. Raumfahrt hautnah. Faszinierend.