


Was macht ein Team zur Hochleistungseinheit? Wie werden unter extremem Druck in Sekundenbruchteilen die richtigen Entscheidungen getroffen – ohne lange Erklärungen? Mit diesen Fragen setzten wir uns an einem besonderen Abend auseinander, den wir am 1. April 2026 gemeinsam im SAP Garden in München erleben durften.
Bevor der erste Pfiff ertönte, erhielten wir exklusive Einblicke hinter die Kulissen bei einer Hallenführung durch das Innenleben des SAP Garden, der hochmodernen Heimstätte des FC Bayern Basketball.


Wir betraten Räume, die dem gewöhnlichen Zuschauer verborgen bleiben: Umkleidekabinen, Presseraum und Räume für mentale und physische Vorbereitung. Bei einem Abstecher in die angrenzenden unterirdischen Eisflächen konnten wir dem Eishockey-Nachwuchs beim Training zuschauen.
Wir sahen Orte, an denen Vertrauen gepflegt, Kommunikation verfeinert und Strategie verankert wird. Diese Orte machen spürbar, dass Spitzenleistung kein Zufallsprodukt ist, sondern das Ergebnis konsequenter, täglicher Arbeit.
Die Führung warf unweigerlich Fragen auf, die weit über den Basketball hinausgehen:
- Wie werden individuelle Talente zu einem funktionierenden Kollektiv?
- Welche Strukturen braucht ein Team, damit Vertrauen nicht nur behauptet, sondern gelebt wird?
- Und wie lässt sich das auf Führung, Projektverantwortung und Zusammenarbeit im eigenen Arbeitsalltag übertragen?
Anschließend folgte das Herzstück des Abends, das EuroLeague-Spiel des FC Bayern Basketball gegen den türkischen Titelverteidiger Fenerbahçe Istanbul.
Was niemand zu hoffen gewagt hatte, wurde Wirklichkeit: Das Team Bayern München lieferte eine souveräne Vorstellung ab und gewann das letzte Heimspiel der EuroLeague-Saison verdient mit 85:76 (43:30).
Die Atmosphäre im SAP Garden war elektrisierend. Man spürte, dass jede Auszeit, jeder Spielerwechsel und jede taktische Anpassung von Trainer Svetislav Pesic Teil eines größeren Plans war.
Es gab kein hektisches Reagieren, sondern antizipierendes Steuern. Wer genau hinschaute, sah Führung in ihrer reinsten Form: ruhig, präzise und immer eine Entscheidung voraus. Das war kein Spektakel, sondern Führung in Aktion.
Es war mehr als nur ein Spielabend.
Zwischen den Eindrücken und Spielmomenten blieb Raum für das, was bei solchen Begegnungen entscheidend ist: Gespräche, Austausch und Reflexion.
Jeder nahm etwas anderes mit: neue Perspektiven, konkrete Impulse für den Arbeitsalltag oder schlicht die Energie dieses Abends, die Lust auf mehr macht.
Führung lässt sich erklären. Aber sie entfaltet ihre eigentliche Wirkung, wenn man sie erlebt. Genau das hat dieser Abend möglich gemacht.
Welche konkreten Impulse sich daraus für den Führungsalltag ableiten lassen – direkt aus dem Regelwerk und der Spielpraxis der EuroLeague – lesen Sie im folgenden Beitrag in Heft 3-2026.
Prof. Dr. Angela Witt-Bartsch Stv. Vorstandsvorsitzende RG Süd