Besuch bei der Flugwerft Schleissheim

Fliegen – ein Traum? Das war einmal. In der Flugwerft Schleißheim im Norden von München kann man die Entwicklung des Fliegens hautnah nachempfinden.

Die Flugwerft gehört zum Deutschen Museum Mün­chen. Ausgestellt sind hier eine Vielzahl von histori­schen Flugzeugen und Flugobjekten. Während der Führung wurde uns bewusst, dass wir eine Zeitreise erleben. Die ältesten Teile des Gebäudes der Flugwerft stammen aus dem Jahr 1912, als hier einer der ersten Flugplätze in Bayern errichtet wurde.

Die Ausstellung beginnt mit den ersten Flugversuchen mit Fluggleitern im Jahr 1894. Wir erfahren, dass die Gebrüder Wright im Jahr 1903 von den Versuchen von Otto von Lilienthal gelernt hatten und damit erfolgreich die ersten Flüge durchführen konnten.

Sowohl an Modellen wie in Originalen wird die Entwick­lung der Flugzeuge deutlich Beeindruckend auch die drei ausgestellten Senkrechtstarter, deren Fertigung bereits 1966 wieder eingestellt wurde. Die Gründe da­für konnten wir anhand der Schilderungen gut nachvoll­ziehen.

Ausgestellt ist auch die erste Passagiermaschine aus dem Jahr 1935 – eine DC 3, die mit ihren 24 Sitzplätzen bei Fluggesellschaften sehr beliebt war. Die sogenann­te Olympia Meise ist ebenfalls zu bewundern. Sie sollte 1940 bei der Olympiade eingesetzt werden.

Nach dem Krieg begann zunächst eine wechselvolle Nutzung der Flugwerft, bis diese 1983 unter Schutz ge­stellt wurde und jetzt als Museum dient.

Am Schluss berichtete einer der beiden Führer über seine Einsätze als Pilot mit der Transall, die seit 2018 in Schleißheim steht. Eine Ausstellung, die zu empfehlen ist.

Rudolf Schmatz, RG Süd

Nach oben scrollen