Besichtigung des Wasserstoff-Verteilnetz-Projekts H2HoWi in Dortmund

© THA Schneider

Seit 2022 betreibt Westnetz GmbH, der Verteilnetzbetreiber für Gas und Strom in der zur EON-Gruppe gehö­renden Westenergie AG, in Dortmund ein lokales Verteilnetz für grünen Wasserstoff mit einer Testanlage zum Diffusionsverhalten von verschiedenen Rohrum­mantelungen. Das Projekt umfasst ein Areal in Nähe des Flughafens, das neben einem oberirdischen, mit 42 bar betriebenen H2-Tank die Stufen der Druckmin­derung auf Verteilnetz-Niveau von 0,3 bar nebst Odorisierung des in Reinform geruchslosen Wasserstoffs höchst anschaulich vermittelt. Ausgelegt ist das Areal auch für den Bau eines 5-MW-Elektrolyseurs und die Errichtung einer Wasserstoff-Tankstelle, die derzeit jedoch zurückgestellt sind. Bei einem der vier nahe­gelegenen gewerblichen Verbraucher ist zudem ein Showroom eingerichtet, der vor allem die technischen Details der deutschen und europäischen Wasserstoff­strategie mittels interaktiver Karten veranschaulicht.

Angeliefert wird der grüne Wasserstoff derzeit per Tank­fahrzeug aus dem Chemiepark Marl. Falls die beiden in der ehemaligen Hansestadt bislang erörterten Elektrolyseur-Projekte nicht umgesetzt werden sollten, bieten sich zumindest mittelfristig Alternativen an. Begünsti­gend ist die geografische Lage Dortmunds, da die Stadt sich zwischen zwei Strängen des von der Bundesregie­rung forcierten Wasserstoff-Kernnetzes befindet, das bis 2032 betriebsbereit sein soll.

Im Namen der fachkundigen, sehr interessierten Teil­nehmenden bedankte sich Matthias Fleischhut als Vor­sitzender der Regionalgruppe bei Carsten Stabenau, Referent Projektentwicklung „Grüne Gase“ der WestnetzGmbH, für die umfassenden Erläuterungen des Projektes und stellte in Aussicht, die Veranstaltung im kommenden Jahr zu wiederholen.

Thomas HA Schneider

Nach oben scrollen