Exklusive Besichtigung bei Alstom in Henningsdorf

ALSTOM-Zentrale in Henninsgdorf, © Diana Nier

Der ALSTOM-Standort in Hennigsdorf bei Berlin zählt zu den traditionsreichsten Industriestandorten des deutschen Schienenfahrzeugbaus. 1910 errichtete die AEG (Allgemeine ElektrizitätsGesellschaft) hier zunächst eine Porzellanfabrik und begann ab 1914 mit der Lokomotivfertigung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das weitge­hend zerstörte Werk in der DDR als VEB Lokomotiv­bau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ (LEW) wiederaufgebaut. Mit der deutschen Wiederver­einigung folgten dann mehrere Eigentümerwechsel. Zuletzt wurde im Jahr 2021 der Standort von Bombar­dier Transportation durch den französischen Bahntech-nikkonzern ALSTOM übernommen.

Heute beschäftigt ALSTOM in Hennigsdorf rund 2.000 Mitarbeitende mit 40 Nationalitäten, davon 700 Inge­nieurinnen und Ingenieure. ALSTOM betreibt hier einen der größten Entwicklungsstandorte für Schienenfahr­zeuge in Europa.

Der Standort Hennigsdorf vereint Entwicklung, Ferti­gung sowie Tests und Service moderner Schienenfahr­zeuge für Regional- und S-Bahnen, Metro und Nahver­kehrszüge. Insgesamt verfügt der Standort über sechs Kilometer Teststrecke, davon vier Kilometer Teststre­

cke, die eine maximale Geschwindigkeit von 140 km/h zulassen.

Ausgestattet mit entsprechender Schutzkleidung er­hielten wir bei unserer exklusiven Besichtigung einma­lige Einblicke in die Produktionsbereiche, etwa für die Reparatur, Wartung und Montage verschiedener Zug­typen.

Wir konnten uns dabei direkt ein Bild von der Fertigung machen, die über moderne Montagelinien mit umfas­sender Qualitätsprüfung verfügt. Dabei wurden wir von Bereichsleitern und Mitarbeitern begleitet, kompetent informiert, und viele Fragen der Teilnehmenden wurden beantwortet.

Diese hochinteressante Besichtigung war wirklich ein­malig und daher verständlicherweise auch ausgebucht.

Diana Nier

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