Exklusive Besichtigung „Antoine de Saint Exupéry“

Konnten einen Mega-Frachter besichtigen:
Mitglieder der Region Weser-Ems und Nord

Auf große Resonanz stieß die exklusive Besichtigung des Mega-Frachters „Antoine de Saint Exupéry“ im Container-Terminal Burchardkai des Hamburger Hafens. Dieser Hafenbereich ist eine High-Security-Area, die nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden darf. Nach der Kontrolle bei der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) stiegen die Teilnehmenden in einen Shuttle-Bus, der alle zum Burchardkai brachte. Dort wartete die erste Herausforderung für die Teilnehmer, zu der auch Gäste der Region Nord gehörten: Die über 30 m hohe Gangway musste erklommen werden, um anschließend über weitere Treppen auf die Brücke der „Antoine de Saint Exupéry“ in 50 m Höhe zu gelangen. Von hier und auch auf dem Deck hatten wir einen guten Überblick über das gleichzeitige Löschen und Beladen durch sieben Containerbrücken, die in der Schiffsbreite bis zu 25 Containerreihen überspannen können. Die „Antoine de Saint Exupéry“ hat 24 Reihen.

Die französische CMA CGM-Gruppe, ein weltweit führendes Container-Linienschifffahrtsunternehmen mit über 500 Schiffen und 37.000 Mitarbeitern mit Sitz in Marseille, bietet u.a. von Hamburg eine wöchentliche Schiffsverbindung nach Singapur und China mit insgesamt 16 Anlaufhäfen. Dies ist die längste Seeroute der Welt. Kapitän Pierre Jaspard (insgesamt gibt es 29 Besatzungsmitglieder) gab auf der Brücke viele wertvolle Informationen über sein Schiff und dessen Fahrroute.

Die Dimensionen, die alle während der Besichtigung bestaunen durften, waren gigantisch. Allein die Länge von 400 m, eine Breite von 59 m und ein max. Tiefgang von 16 m verdeutlichen die enormen Abmessungen des zweitgrößten Containerschiffes der Welt. Im Vergleich dazu beträgt die Länge eines US-Flugzeugträgers nur 330 m. Die maximale Ladekapazität umfasst 20.776 Standardcontainer (TEU), dadurch sind Warentransporte von über 200.000 Tonnen möglich. Voll beladen ist es dem Schiff aufgrund des Tiefgangs nicht möglich, den Hamburger Hafen anzulaufen. Somit werden vor dem Eintreffen in Hamburg bereits Container in Southampton gelöscht. Auf seiner Rundreise zwischen Europa und Asien trifft das Schiff alle 84 Tage wieder in Hamburg ein.

Schließlich ging es zur Besichtigung in den Maschinenraum, der einem kleinen Kraftwerk gleichkam – mit einer Leistung von ca. 92.000 PS fährt das Schiff max. 22 Knoten (41 km/h). Der Rundgang durch das Schiff war für alle Teilnehmer faszinierend. Unser ausdrücklicher Dank geht daher an die Geschäftsführung von CMA CGM Hamburg, die uns diese Besichtigung ermöglicht hat.

Manfred Zilg

Bildquelle: © Zilg